Dienstag, 24.05.2011
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Aston Martin Virage: Liebesgrüsse aus England

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Auto,Aston Martin Virage: Liebesgrüsse aus England
Der Aston Martin Virage
Konkurrenz für das aktuelle Dienstauto von Agent 007: Aston Martin präsentiert mit dem Virage eine gelungene Kombination aus DB9 und DBS.

13.05.2011 Mathias Wohlfeld/Bärtschi Media AG

Was bei anderen Herstellern als Facelift durchgeht, gereicht Aston Martin zum neuen Modell. Deswegen sieht der Aston Martin Virage auch aus, als hätte man ihn schon mal gesehen. Erst bei genauem Hinsehen bemerkt man marginale Unterschiede zum DB9 oder DBS.

Der feine Unterschied

An der Frontschürze verzichtet der Virage auf seitlich positionierte Lufteinlässe und einen gerahmten „Schlund“ unterhalb des prägnanten Kühlergrills. Anders die Heckschürze: Hier leistet er sich eine horizontale Lufthutze mehr als der DB9.

Der DBS macht dagegen mit einer aus dem Rennsport bekannten Diffusor-Form und der zerklüfteten Motorhaube auf sich aufmerksam. In den Scheinwerfern ist der Virage mit LED-Tagfahrlicht und -Blinkern aufgehübscht – momentan Alleinstellungsmerkmal gegenüber den anderen beiden.

Doppel-Null-Mittelstürmer

So sensibel, wie der Virage optisch die Mitte zwischen dem DB9 und DBS trifft, gelingt ihm das auch leistungsmässig. Auf 497 PS bei 6500 U/min ist sein Sechsliter-V12 programmiert. Zum Vergleich: beim aktuellen DB9 sind es 476, beim DBS 517 PS. Die rund 500 PS klopft der Virage so locker aus dem V12 wie James Bond seine Sprüche – ohne Versprecher oder Räuspern. Der Gasfuss ist der Dirigent, die zwölf Zylinder sind ein beeindruckend gut eingespieltes Orchester, das die Bandbreite von „piano pianissimo“ bis hin zu „forte fortissimo“ beherrscht.

Der Virage verteilt seine 1,8 Tonnen im Verhältnis 50:50 auf Vorder- und Hinterräder. Das macht ihn trotz V12-Block und gut 4,70 Meter Länge agil, gar handlich, und enorm temperamentvoll – ganz im Sinne von 007. Allerdings gibt es den Virage nicht mit Handschaltung, wie sie James Bond im DBS bevorzugt. Dafür muss man der Automatik des Virage allerdings eine perfekte Funktionsweise zugestehen.

Aston-ishing

Die Innenarchitektur benebelt schlicht den Verstand, ebenso die Verarbeitungsqualität. Hier gibt es nur Leder, echtes Glas (!) und Alu. Von 200 Stunden für die gesamte Montage eines Virage sind 70 für das Interieur. Kein Wunder: Die Häute von sieben Kühen wollen von Hand genäht werden. Die feinen Nähte räkeln sich über Sitze und Cockpit wie die Frauen im Vorspann eines Bond-Films.

Und aussen? Aussen glänzt der Virage mit so vielen Lackschichten, wie eine Woche Tage hat. Natürlich muss ein Aston auch beeindruckend viel kosten: 258'140 Franken braucht es mindestens für den Doppel-Null-Status zum selber fahren.

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