Der Suzuki Kizashi Sport ist eine interessante Alternative zur Konkurrenz in der Mittelklasse. Unser Testbericht.
29.06.2011 Raoul Schwinnen / Bärtschi Media AG
Der Japaner Michio Suzuki gründete 1909 ein Unternehmen für die Produktion von Webstühlen. Gut 100 Jahre später ist die Marke Suzuki für wesentlich heissere Öfen bekannt – insbesondere auf zwei Rädern.
In der
Autosparte dagegen bewiesen sich die Japaner bislang als Spezialist im Kleinwagensegment. Erst jetzt, mit dem 4,65 Meter langen Kizashi, wagt sich Suzuki ein Segment höher – und versucht sich auch in der Mittelklasse zu etablieren. Nach der Allradvariante mit CVT-
Automat gibt es den Kizashi nun neu auch Modellvariante „Sport“ mit Frontantrieb und 6-Gang-Schaltgetriebe.
Sportliche Optik
Der Kizashi Sport wirkt mit seinen Schwellern und Spoilern, den eleganten 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Chromakzenten sowie den eindrucksvollen Auspuffendrohren erfrischend jugendlich und dynamisch. Optisch muss sich die japanische Limousine keinesfalls vor einem Audi A4 oder 3er-BMW verstecken – und bietet trotzdem anständig Platz.
Fehlende Dynamik
Mit der Optik und der Bezeichnung „Sport“ nicht mitzuhalten vermag leider der 2,4-Liter-Benziner. Seine 178 PS und 230 NM Drehmoment beschleunigen den 1,5 Tonnen schweren Viertürer zwar ordentlich (0 bis 100 km/h in 7,8 s, Spitze 215 km/h) – aber eben nicht besonders sportlich.
Selbst Kleinwagen generieren heute aus weniger Hubraum mehr Leistung und sind dabei erst noch sparsamer als der Suzuki mit 7,9 Litern (Normverbrauch) bzw. 8,7 Litern auf 100 km im Test. In punkto Leistung weckt der Kizashi Sport also leider falsche Erwartungen.
Umfassende Ausstattung
Unsere kühnsten Erwartungen übertrifft er dafür bei der Serienausstattung. Hier lässt er keine Wünsche offen. Sicherheit? ESP, neun Airbags, Parksensoren vorne/hinten und Xenonlicht. Komfort? Elektrische Sitzverstellung, Sitzheizung, Ledersitze, Klimaautomatik, Keyless-Entry und -Start, Schiebedach, MP3-Audioanlage und mehr.
Aufpreis kosten lediglich die Metallic-Lackierung (790 Franken), ein Navi und, wenn gewünscht, eine Garantieverlängerung auf vier oder fünf Jahre. Das ist für die Mittelklasse top.
Fazit
Der Kizashi Sport wird vielleicht seiner Bezeichnung nicht ganz gerecht. Mit dem Preis von 37’990 Franken setzt er aber bezüglich Preis-Leistungs-Verhältnis in der Mittelklasse einen neuen Massstab. Und lässt die Konkurrenz ziemlich alt aussehen.
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