Montag, 29.08.2011
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Artega GT: Der Porsche-Schreck

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Der Artega GT
Nein, Artega ist nicht etwa ein neuer Brotaufstrich – sondern eine kleine, deutsche Sportwagenmarke. Nun gibt es die Boliden in der Schweiz zu kaufen.

Obwohl noch jung, hat die Artega GmbH aus dem deutschen Delbrück bereits eine bewegte Firmengeschichte hinter sich. Ende 2006 gegründet, konnte die Pleite 2009 nur knapp verhindert werden.

Mit neuem Geld und unter neuer Führung wurde dann aber der bereits 2007 am Genfer Autosalon gezeigte und von Henrik Fisker entworfene Prototyp Artega GT zur Serienreife entwickelt. Vor einem Jahr startete die Produktion. Und nun gibt es den exotischen Zweisitzer ganz offiziell auch in der Schweiz zu kaufen.

Tolles Design, bewährte Technik

Erfreulicherweise ist der 1,18 Meter flache und 4,02 Meter kurze Zweisitzer keine futuristische Bastelei, sondern ein erstaunlich alltagstauglicher Sportwagen. Sein Alu-Spaceframe-Chassis mit stählernem Hilfsrahmen macht ihn zum lediglich 1'285 Kilo wiegenden Leichtgewicht. Zum Vergleich: Ein Lotus Evora wiegt rund 100 Kilo mehr.

Der 3,6-Liter grosse V6 mit Direkteinspritzung und das Sechs-Gang-DSG-Getriebe stammen übrigens aus der R36 genannten Sportversion des VW Passat. Beim Artega sitzt der Sechszylinder allerdings quer im Heck, direkt vor der Hinterachse.

Beeindruckende Fahrleistungen

Die 300 PS und 350 NM Drehmoment wirken im Artega deutlich brachialer als im eher komfortbetonten Passat – und akustisch imposanter. Den dumpfen Sound des grossvolumigen V6 würde man dem kleinen Sportwagen jedenfalls kaum zutrauen.

Und der Motorenklang verspricht nicht zuviel: Der Artega GT flitzt in nur 4,8 Sekunden auf Tempo 100 und schafft eine Spitze von 270 km/h – und das bei einem (Werks-)Verbrauch von nur 9,2 l/100 km. Diese Angabe ist halbwegs realistisch: bei unserem Test waren es letzten Endes 11 Liter.

Exotik zum angemessenen Preis

eben Interieur-Komponenten aus dem VW-Regal – etwa dem Blinkerhebel – zieren den Artega aber auch hübsche, exotische Eigenheiten. Ein Beispiel: die schicke, aber nicht besonders gut ablesbare Tachoeinheit oder den als manuelle Fensterkurbel „getarnten“ elektrischen Scheibenheber in der Tür.

Natürlich gibt es noch Verbesserungspotenzial. So schränkt der grosse Rückspiegel das Sichtfeld etwas zu stark ein, der Lenkradkranz ist zu dünn und die mitdrehenden Schaltpaddel leider etwas zu kurz.

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