Das beliebte Segment der kompakten SUV erhält Zuwachs. Das neue Premium-Modell Audi Q3 hat alle Voraussetzungen, der neue Klassenprimus zu werden.
20.01.2012 Stefan Lüscher
Auf den ersten Blick ist der neue Kompakt-SUV einfach nur ein weiterer Audi mit dem bekannten und unverkennbaren Familiengesicht. Auf den zweiten Blick fallen die früh abfallende Dachlinie und extrem schräg stehende C-Säule auf.
Das verleiht dem Junior der Q-Familie Dynamik und ein coupéhaftes Aussehen. Auch die Xenon-Scheinwerfer mit integrierten LED-Leuchten strahlen mehr Jugendlichkeit aus als bei anderen Audi-Modellen. So dürfte der Q3 schnell zum Publikumsliebling werden.
Déjà-vu im Interieur
nnen haben die Designer viele bekannte Elemente grösserer Audi-Modelle integriert. Man fühlt sich auf Anhieb zuhause. Ergonomie, Materialien und auch Verarbeitung sind gewohnt ausgezeichnet. Im Detail wirkt alles ein bisschen fortschrittlicher.
Nur ist die Serienausstattung der Basisausführung (auch beim 2.0 TFSI mit 211 PS und DSG ab 53'900 Franken) keineswegs üppig. Viele Ausstattungselemente im Bereich Komfort (wie der Parkassistent) oder Multimedia (ausfahrbarer 7-Zoll-Bildschirm, Navigation, Internet-Hotspot) müssen extra bezahlt werden. Ab Werk sind lediglich Klimaanlage, Berganfahrassistent und elektronische Helfer im Dienste der Sicherheit inklusive.
Kompakt, aber mit viel Platz
Auch zum kompaktesten SUV von Audi (Länge 4,39 m) gehören erhöhte Sitzposition, ein überraschend hoher Innenraum, viele clevere Ablagen, ausreichend Kopf- und Beinfreiheit auch im Fond sowie ein geräumiger und variabler Innenraum (Ladevolumen 460 bis 1365 l).
Die Rundumsicht darf man trotz hoher Fensterlinie gerade noch als gut bezeichnen. Und wer damit Probleme hat, kann sich von einer Rückfahrkamera – natürlich gegen Aufpreis – helfen lassen.
Souveräne Fahrdynamik
Der Antrieb überzeugt. Der bekannte Turbobenziner 2.0 TFSI leistet 211 PS. Mit den 1‘640 Kilo Gewicht hat er leichtes Spiel. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt er in rassigen 6,9 Sekunden: Da macht er seinem Status als sportlicher Junior alle Ehre. Auch das Getriebe ist vom Feinsten. Das 7-Gang-DSG schaltet schnell und ohne spürbare Zugkraftunterbrechung – automatisch oder mittels Schaltwippen: Da kommt Freude auf.
Mit dem Testverbrauch von 9,9 l/100 km lagen wir jedoch deutlich über der Werksangabe (7,7 l/100 km). Der Allradler fährt sich auch in Kurven und abseits asphaltierter Strassen prima. Er gibt sich erfreulich agil, die Lenkung ist angenehm präzise und die Federung trotz straffer Abstimmung erstaunlich komfortabel.
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