Erik Zabel wird nicht nur als Sprint-Trainer beim russischen World-Tour-Team Katjuscha arbeiten, sondern ist auch im Besitz einer Lizenz als Sportlicher Leiter.
München - Erik Zabel wird nicht nur als Sprint-Trainer beim russischen World-Tour-Team Katjuscha arbeiten, der sechsmalige Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France ist nun auch im Besitz einer Lizenz als Sportlicher Leiter. Das erklärte Generalmanager Hans-Michael Holczer in einem Interview mit eurosport.yahoo.de.
"Er kann jetzt auch mal beim Rennen im Auto sitzen", sagte Holczer. Zabel hatte nach dem Aus des Erfolgsrennstalls HTC-Highroad zunächst nur eine Beratertätigkeit bei Katjuscha angenommen.
Holczer selbst ist über die extremen Reaktionen nicht überrascht, die seine Rückkehr nach wie vor begleiten. "Das ist doch vollkommen logisch", sagte der 58-Jährige, der sich 2008 im Zuge der Auflösung des Gerolsteiner-Rennstalls und des Doping-Skandals um Stefan Schumacher, Bernhard Kohl und Davide Rebellin zurückgezogen hatte.
Holczer galt stets als scharfer Dopingkritiker, übernahm dann aber ausgerechnet beim beargwöhnten russischen Team Verantwortung. Katjuschas Ruf ist in Sachen Doping sehr umstritten. "Ich polarisiere, das stimmt. Aber ich habe keinen der Überführten geschont, weder öffentlich noch wirtschaftlich", sagte er. Holczer wolle Doping auch künftig weder "akzeptieren, tolerieren und schon gar nicht in irgendeiner Weise legalisieren".
Zuletzt hatte Ex-HTC-Highroad-Sportdirektor Rolf Aldag Holczer in einem Interview scharf attackiert. "Ich sage dazu nichts - denn was er über mich gesagt hat, ist komplett inhaltslos", meinte Holczer dazu: "Wenn er es für richtig hält, dann darf er das gerne tun. Erwarten Sie von mir nicht, dass ich das in irgendeiner Form kommentiere."