"Fingergate" statt "Nippelgate": Acht Jahre nach der ungewollten Busenshow von Janet Jackson in der Halbzeit-Gala des Super Bowls erschütterte der nächste Skandal die prüden USA.
Indianapolis - "Fingergate" statt "Nippelgate": Acht Jahre nach der ungewollten Busenshow von Janet Jackson in der Halbzeit-Gala des Super Bowls erschütterte der nächste Skandal die prüden USA. Am Ende des Auftritts von Popstar Madonna in der Pause des Football-Klassikers am Sonntag in Indianapolis zeigte die britische Sängerin M.I.A. dem Millionen-Publikum vor den Fernsehern weniger glanzvoll den Mittelfinger.
Zudem spekulieren mehrere Medienportale, dass die 36-Jährige, die mit bürgerlichem Namen Mathangi Arulpragasam heisst, beim Singen des neuen Madonna-Songs "Give Me All Your Luvin" tatsächlich das Wort "shit" benutzt habe. Zum Glück für alle Football-Fans wurde das Spiel, in dem die New York Giants über die New England Patriots mit dem deutschen Offensive Tackle Sebastian Vollmer 21:17 triumphierten, trotzdem fortgesetzt.
2004 hatte Janet Jackson im Duett mit Justin Timberlake für den ersten grossen Aufreger im sauberen amerikanischen Familienfernsehen gesorgt, als die Sängerin nach einem beherzten Griff des Frauenschwarms plötzlich mit entblöster Brust auf der Bühne stand. Seitdem soll eigentlich eine Verzögerungstechnik bei der Übertragung der TV-Bilder eine solche Zurschaustellung verhindern. Der US-Sender NBC liess sofort per Stellungnahme vermelden: "Wie entschuldigen uns für den unangemessenen Vorfall während der Halbzeit. Das war eine spontane Geste und unser System hat zu spät gegriffen."
M.I.A.'s Fehltritt war weniger als eine Sekunde zu sehen, sofort wurde das Bild unscharf. Aber die Sekunde reichte, dass sich auch die amerikanische Football-Profiliga NFL gezwungen sah, eine Entschuldigung an die Fans zu verfassen. Die Liga hätte im Vorfeld keinen Grund gehabt anzunehmen, dass die Sängerin so etwas plant.
Dass sowohl Madonna und M.I.A. als auch alle anderen Tänzerinnen auf der Bühne teilweise nur ziemlich spärlich bekleidet waren, schien hingegen niemanden zu stören. Die "Queen of Pop" Madonna zog wie eine antike Göttin gekleidet mit mehreren Gladiatoren in das ausverkaufte Lucas-Oil-Stadion ein und gab eine zwölfminütige Show zum Besten. Da die Show auch im Radio übertragen wurde, hatte Madonna in Indianapolis das grösste Publikum ihrer Karriere. Vor den Fernsehern sassen alleine rund 173 Millionen Amerikaner. Die Schlagzeilen gehörten aber trotzdem vorrangig dem "Fingergate".
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