Marc Schneeberger hat an den Europameisterschaften in Barcelona über 200 m die Halbfinals erreicht. Alex Wilson dagegen blieb chancenlos.
Schneeberger musste nach seinem Lauf noch etwas warten, bis der Einzug in die Runde der besten 16 feststand. Der 29-jährige Athlet des TV Länggasse wurde in seiner Serie, der dritten von vier, lediglich Vierter - nur die ersten drei hatten die Halbfinal-Qualifikation auf sicher. Weil er jedoch mit 20,80 Sekunden - seine Saisonbestzeit beträgt 20,61 - von den übrigen Läufern die schnellste Zeit erzielte, konnte er trotzdem noch jubeln. Seine Reserve betrug immerhin 15 Hundertstel.
Schneeberger hat damit auch an seinen fünften internationalen Meisterschaften die erste Runde überstanden. Ein Scheitern wäre für ihn eine grosse Enttäuschung gewesen, denn als halber Katalane stellen die Titelkämpfe im Olympiastadion von Barcelona für ihn einen besonderen Event dar. "Auf der Zielgeraden konnte ich meine Stärke ausspielen", sagte Schneeberger. Er habe das gebracht, was er am Mittag habe erwarten können.
Um seinen Traum vom Finaleinzug zu realisieren, muss der Maschinen-Ingenieur am Abend wohl um die 20,50 laufen - seine Bestzeit beträgt 20,41. Bislang waren für Schneeberger die Grossanlässe jeweils nach dem zweiten Einsatz zu Ende, dies will er in seiner zweiten Heimat ändern.
Der 19-jährige Alex Wilson wurde in seinem Heat Achter und Letzter. Mit 21,40 blieb der gebürtige Jamaikaner deutlich über der persönlichen Bestleistung von 20,93 und beendete seinen ersten grossen Wettkampf im 29. und drittletzten Rang.
Für die schnellste Vorlaufzeit über die halbe Bahnrunde zeichnete der Norweger Jaysuma Saidy Ndure mit 20,60 verantwortlich. Der portugiesische Titelverteidiger Francis Obikwelu, der am Vortag über 100 m Vierter geworden war, hatte auf einen Start verzichtet.